Montag, 17. August 2009

Kiss-In Proteste gegen Mormonen

Was ist geschehen?

Ein homosexuelles Paar wurde beim Austausch von Zärtlichkeiten am Zentrum der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) von Sicherheitsleuten gebeten, Ihren innigen Austausch von Zärtlichkeiten an diesem Ort zu unterlassen.

Die beiden alkoholisierten Beteiligten wollten dieser Aufforderungen nicht nachkommen, verfielen in Beleidigungen und wurden dann im Rahmen des Hausrechts des Platzes verwiesen. Da die beiden Beteiligten dieser Aufforderung nicht nachkommen wollten, wurden Sie in Gewahrsam genommen und den Polizeibeamten übergeben.

Ein ziemlich alltäglicher Vorgang, wenn man bedenkt, dass es sich um das religiöse Zentrum einer Weltreligion handelt, in dem Sicherheitskräfte dafür sorgen, dass Besucher sich angemessen benehmen. Dabei wird auch nicht zwischen hetero- oder homosexuell unterschieden. Normalerweise leisten Paare der Aufforderung folge, in diesem Fall aber nicht.

An vielen Heiligtümern von Religionen in aller Welt gibt es Vorschriften, wie sich Besucher benehmen sollen. Manchmal zieht man sich die Schuhe aus, manchmal muss man festes Schuhwerk tragen. Manchmal müssen die Knie oder Schultern bedeckt sein, manchmal muss man eine Kopfbedeckung aufsetzen. Religionen faszinieren viele Menschen und Besucher tragen den Vorschriften mit korrektem Verhalten Rechnung. Ich glaube nicht, dass Besucher des Vatikans sich öffentlich mit dem Austausch von innigen Zärtlichkeiten zur Show stellen würden oder aber zumindest wenn dann darauf hingewiesen, das dieses Verhalten nicht angemessen ist, dieser Aufforderung nicht nachkommen würden.

Wie man darüber denkt, dass eine Religion Ihre Besucher bittet, inniges Küssen an Ihren Heilgen Stätten zu unterlassen sei dahingestellt, doch sollte man einer Religion dieses Recht zugestehen.

Was wird nun aus diesem Ereignis gemacht?

"Homo-Küsse bringen Mormonen in Zugzwang: Kiss-Ins nach Attacke an schwulem Paar großer Erfolg"

"Homosexuelle gegen Mormonen: Kirchen-Kampf mit Küsschen"

"Die Mormonen und ihr verzweifelter Kampf gegen die Homoehe"

"Protestaktion: Homosexuelle küssen gegen die Mormonen: Öffentliche Küsse für mehr Respekt"

Darunter sind sogar namhafte Zeitungen, die sich ohne eigene Recherche Artikel von homosexuellnahen Medien annehmen oder aber daran orientieren. Warum mag man sich Fragen? Vielleicht weil die Überschrift „Pärchen wird nach Uneinsichtigkeit eines privaten Platzes verwiesen“ einfach nicht so schön ist.

Hätte sich ein heterosexuelles Paar genauso uneinsichtig gezeigt, hätte es keinen interessiert. Nun aber schreit die homosexuellen Szene nach einer unglaublichen Gemeinheit und Diskriminierung einer ganzen Gesellschaftsschicht. Sicherlich widersprechen homosexuelle Neigungen dem Wertesystem der Mormonen. Sicherlich sprechen sich viele Mormonen und deren Führer für eine Stärkung der traditionellen Ehe aus. Es bleibt aber festzuhalten, dass wir jedes von Gottes Geschöpfen respektieren. Mögen Sie leben wie es sie glücklich macht, dennoch darf man uns nicht absprechen, dass wir auch unsere Meinung und Überzeugung öffentlich kundtun.

Diesen Respekt würden wir uns von unseren homosexuellen Mitmenschen uns gegenüber auch wünschen. Ein Anfang wäre damit gemacht, die Geschehnisse richtig darzustellen.